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Sammlung Artikel/Bemerkungen zu eBooks
 

In diesem Bereich habe ich verschiedene Statements von Buchhändlern (Auszug), aus Artikeln (Buchreport), usw. gesammelt. Sie sollen Ihnen beim Entscheid für oder gegen eBooks in Ihrer Buchhandlung ein paar Argumente geben.

E-Books im Handel (Sonderheft buchreport 2013)

Im Digital der Tränen (Joachim Leser): Niemand will sie, niemand braucht sie, niemand mag sie: E-Books.

Buchhändler werden zu Servicedienstleistern (diverse Interviews): Es herrscht eine grosse Verunsicherung und gerade in Bezug auf Amazon ein ungesunder Fatalismus sowie das Gefühl der Chancenlosigkeit. Der Wandel wird nicht aufzuhalten sein.; Wir stellen jedoch einen kontinuierlichen Anstieg an Gesprächen über E-Books fest, ein Signal, sass das Thema in unserem Kundenkreis angekommen ist. Mit dem technischen Beratungsaufwand sind vor allem kleinere Buchhandlungen schlicht überfordert. Die Lesegeräte, die ich in meiner Buchhandlung verkaufe, haben meine Homepage inklusive E-Bookshop schon direkt voreingestellt.; Das Sortiment muss vor allem handeln, alle Diskussionen und Argumente für und wider sind bereits endlos geführt worden.; Nicht über den grossen Rivalen Amazon jammern, sondern sich auf die eigene Service- und Beratungskompetenz sowie den persönlichen Kontakt zum Kunden konzentrieren.; Ein gutes E-Book-Angebot ist vor allem eine unverzichtbare Kundenbindungsmassnahme. Drei Massnahmen kann jeder Buchhändler selbst ergreifen: Ein guter Webshop, kompetente Beratung und geschulte Mitarbeiter. Die eigentliche Vision ist, dass wir nicht mehr zwischen digitalen und gedruckten Büchern differenzieren, sondern beides mit gleicher Selbstverständlichkeit anbieten und verkaufen.; Beim Handel mit E-Books sind die Stationären chancenlos. Anstatt auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen, sollten ungenutzte Potentiale im Kernbereich entwickelt werden. Was nottut, ist eine deutliche Verbesserung der Kenntnisse über Kunden, originellere Kommunikationsansätze und intelligente Kundenbindungsprogramme. Punktuell können E-Books in Marketingaktionen eingebunden werden.; Meine Traumbuchhandlung ist von einem kompetenten Buchhändler geführt, der mich aufgrund meines Kundenprofils beraten kann und auf neue, spannende Titel bringt. Die Buchhandlung selbst ist eine Mischung aus physischem und digitalem Showcase und kann somit stets alle verfügbaren Bücher präsentieren. Welche Medienform ich kaufe, bleibt mir überlassen. Ein E-Book wird direkt auf mein Lesegerät geladen, ein physisches Buch habe ich spätestens nach 24 Stunden in der Post.

börsenblatt Spezial E-Books und Neue Medien (Heft 36/13)

Beratungskompetenz, wie es gelingt, Online- und Offlinewelten effektiv miteinander zu vernetzen

Mobilität stütz den E-Book-Markt. Der älteren Generation ist es ein Plus, dass die Schriftgrösse am E-Reader oder Tablet-PC zu variieren ist. E-Books/E-Reader sind erklärungsbedürftige Produkte, schliesslich weisen E-Books per se einen gewissen Grad an Komplexität bei der Erstnutzung auf. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist der Kundendialog. Dem Kunden wird dabei nicht nur die Informationsarbeit abgenommen, er wird durch Kaufentscheidungen, Servicefragen und wichtige Prozesse "gelotst". Ein junger Trend sind E-Book-Veranstaltungen, durch die der stationäre Buchhandel seine Stellung als Erlebnisort weiter ausbaut. Was kann ich für Sie tun? Was brauchen Sie (weg von der Produktkonzentriertheit). Multimediale Inhalte in den E-Books sind erst der Anfang. Der Weg in den E-Commerce ist dabei immer nur einen Klick entfernt (7x24).

Raus aus der Ladenecke

Es empfiehlt sich E-Reader in der Buchhandlung zentral zu präsentieren. So können Sie den Fokus Ihrer Kunden darauf richten und Ihre Fachkompetenz in diesem Bereich signalisieren. Zugegeben: Das Thema E-Reading ist beratungsintensiv. Zu den Lesegeräten im Laden sollten Sie Informationsflyer vorrätig haben. Es kann hilfreich sein, als Buchhändler eigene Infoflyer rund ums Thema E-Reading anzufertigen. Heben Sie gegenüber Ihren Kunden immer wieder Ihre Buchhandlung als erste Adresse zum Download von E-Books hervor (Visitenkarte, Flyer, Plakat, in der Beratung und natürlich online). Gesicht zeigen: "Kennen Sie eigentlich schon unsere Internetseite?"

Sozial Media

Im Bereich Social Media ist nur eines sicher: Ich muss relativ viel Zeit investieren. Social Media hilft dabei Menschen zu aktiveren, die anders gar nicht in meine Buchhandlung gekommen wären. Erfolgreich ist im Social Web nur, wer relevante Informationen für eine "Community", also eine themenbasierte Interessengemeinschaft, bereitstellt.

 E-Books? Bekommen Sie natürlich bei uns!

Das technische Wissen, das die Kunden von uns erwarten ist sehr hoch, und man muss sich permanent mit der Entwicklung beschäftigen. Buchempfehlungen auf der Homepage werden mit Buch und E-Book verlinkt. Das E-Book-Angebot verstehe ich als "Kundenerhaltungsmassnahme". Auf der Homepage der Buchhandlung befindet sich eine Zusammenfassung von Informationen rund ums E-Book. Etwa jeder fünfte Kunde hat aktuell noch Schwierigkeiten bei seinem ersten Versuch, ein E-Book zu kaufen => E-Book Sprechstunden. Wenn man den Kunden über die erste Klippe geholfen hat, dann bleiben sie treu. Die Kunden sind dankbar für Informationen. Man kommt darüber ins Gespräch und kann in den Köpfen der Kunden verankern, dass sie bei uns in Sachen E-Books richtig sind. Erstaunlich viele Leute haben immer noch nicht mitgekriegt, dass es E-Books in der Buchhandlung gibt. Das Geschäft ist beratungsintensiv, aber Rechnen alleine ist hier nicht das Wichtigste.

Statements

  • Die Kunden wollten Beratung über Inhalte, sie sind von der Vielfalt des Angebots überfordert und suchen Sicherheit beim "Ihrem" Buchhändler
  • Mehrwert für den Kunden erzeugen: Das Werk eines Autoren gibt es in verschiedenen Erscheinungsformen: als Buch, als Hörbuch, als eBook, auch hier ist Beratung gefordert
  • Empfehlung für Kunden, denen Grossdruck nicht mehr reicht
  • Verlängerung Abwrackprämie (Tolino Allianz), alten eReader gegen Tolino eintauschen, wenn die Kunden zufrieden sind und ihre eBooks zukünftig über das offene Tolino-System kaufen, profitieren natürlich auch wir.
  • Das Buch ist und bleibt der mit Abstand beliebteste eCommerce-Artikel der Deutschen (Bericht AGOF). Daher sei es erstaunlich, dass das Internet als Werbeplattform für die Buchbranche eine untergeordnete Rolle spiele. Sechs von zehn Internetnutzern interessieren sich für Bücher und informieren sich online über Neuerscheinungen, Rezensionen, Inhalte, Autoren. Die Zahl der Online-Buch-Shopper ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen. Annähernd zwei Drittel der Internetnutzer haben in den vergangenen drei Monaten Bücher online oder offline erworben.
  • Angebot präsentieren: Ein Onlineshop ist eine weitere Filiale der Buchhandlung. Viele Spielregeln sind online anders, aber immer gilt: sie ist zu pflegen und es muss Werbung dafür gemacht werden. Kunden können sich nicht vorstellen, dass eine Buchhandlung einen leistungsfähigen Onlineshop betreibt => Kunden persönlich und wiederkehrend darüber informieren. Den Onlineshop aktuell halten: Nichts ist langweiliger als immer das gleiche Schaufenster. Auf allen Kanälen kommunizieren (Newsletter, Facebook, Laden, usw.)
  • E-Commerce Report 2013 Schweiz, Der Mobile-Kanal steht ganz oben auf der Prioritätenliste der Schweizer Onlinehändler. Am gesamten Onlineumsatz von CHF 10,2 Mrd. im 2012 wurde der Mobile-Umsatz auf 10% geschätzt. Es sei darauf hingewiesen, dass der Schweizer Detailhandel stagniert und dass der stationäre Handel weiter Marktanteile auf Kosten des E-Commerce verliert.  
  • Mobile Commerce (fwpshop Studie), ist einer der grossen Trends im Onlinehandel ab dem Jahr 2013. Mobile Endgeräte sind insbesondere die hochgelobten Tablet PC (iPad), Smartphones (iPhone, Android Geräte), aber auch Notebooks.
  • Gunter Dueck, buchreport-Zukunftstag, Die Leute werden sich an E-Book-Lesegeräte gewöhnen. Der Buchhandel beginnt, statt selber gelesener Buchempfehlungen die Bestseller der grossen Zeitungen, usw. hinzustellen.
  • Service statt Profit (US-Buchhändlerverband), Statt um Profit gehe es den Händlern vielmehr darum, ihre Stammkunden im Laden zu halten und ihnen ein E-Reading-Angebot bieten zu können. Allerding berichten insbesondere die Händler in ländlichen Gegenden teils von einer so geringen Nachfrage, dass die Kosten nicht durch die Einnahmen gedeckt werden. Dennoch sei es schön, die Kunden nicht wegschicken zu müssen, wenn sie nach E-Readern und E-Books fragen.
  • Wenn Tante Emma auf Onkel Amazon trifft (Zukunftskonferenz Börsenverein 2013) Für Unternehmen ist es wichtiger denn je, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, damit sie die entsprechende Kompetenzbasis im Haus aufbauen und sinnvoll mit ihren traditionellen Stärken verknüpfen können. Es geht nicht um online oder offline, um digital oder analog, sondern um die nahtlose Verbindung von beidem. Der Einzelhandel muss die Vorteile der Online-Welt in den stationären Handel holen und umgekehrt. Abstand vom digitalen Büro, das ist auch eine Form von Luxus (gedruckte Bücher). Buy local ist ein interessante Idee. Es geht um lokale Verantwortung, um lebendige Innenstädte und damit letztlich um soziales Unternehmertum.
  • Wandel mit Tücken (brandeis.de), Wir stehen erst am Anfang einer weiteren Beschleunigungswelle, ermöglicht durch mobile Endgeräte. Dabei wird das Netz nicht nur als Verkaufskanal immer wichtiger, sondern auch für die Vorabinformation. Allerdings habe sich der stationäre Handel lange taub gestellt und gehofft, "das mit dem Internet, das geht schon wieder weg". Stattdessen hat das Netz den Handel im Zeitraffer umgekrempelt. E-Commerce ist ganz schön teuer - zumindest nicht so billig zu haben, wie viele denken. Der Kunde vertraut auch im Internet, wie im echten Leben am ehesten auf Mundpropaganda (Kundenbewertungen, soziale Netze). Der stationäre Handel hat den reinen Internethändlern immer noch die Ausstellungsfläche voraus, wo Kunden ansehen, anfassen, anprobieren können, was sie kaufen. Und die Chance haben, direkt und ohne Datenschutzbedenken zu bezahlen.
  • Wandel lohn sich (brandeis.de) Doch davon unbeirrt trotzen innovative Händler dem vermeintlichen Trend: mit klassischen Geschäften, durch deren Türen Kunden hindurchgehen können, um sich beraten zu lassen, um Produkte anzufassen oder auszuprobieren und direkt vor Ort zu kaufen und sie mit nach Hause zu nehmen. Vorausgesetzt, Händler besinnen sich auf ihre traditionellen Stärken und schaffen es, die Vorteile des Internets für sich zu nutzen. So mancher Händler vergisst aus Angst vor dem sogenannten Showrooming - der Kunde lässt sich im Geschäft beraten, kauft dann aber billiger im Netz - was er zu bieten hat. Gute Verkäufer sollten in der Lage sein Kunden besser an sich zu binden als Algorithmen. Demnach muss der stationäre Handel keineswegs zum Schaufenster für die Onlinepreisdrücker verkommen - die meisten Menschen verhalten sich anders. Die Kombination aus Beratung, der Möglichkeit, anzufassen und Ware sofort mitnehmen zu können, ist den meisten Kunden deutlich wichtiger als der Preis. Händler müssen erkennen, bei welchem Kundentyp und Warengruppe es sich wirklich lohnt, in Beratung zu investieren. Nicht nur die grosse und kaufkräftige Gruppe der Senioren bevorzugt den stationären Handel, sondern auch junge Leute, wenn das Einkaufserlebnis stimmt. Auf Fehlkäufe der Kunden im Internet sind ein Argument für den stationären Handel. Ein guter Verkäufer mit Einfühlungsvermögen und Sachverstand dürfte einen Computerrat: "Andere Kunden haben auch dieses oder jenes auch gekauft" überlegen sein. Das Internet ist eine zusätzliche Infrastruktur, die uns näher an den Kunden bringt. Die Nutzung von PCs zu Hause am Schreibtisch geht zurück. Die Nutzung von mobilen Tablets und Smartphones nimmt stark zu. Eine Riesenchance für den stationären Handel. Amazon schreibt: "Wir würden liebend gern stationäre Geschäfte eröffnen, wissen nur noch nicht genau wie".
  • Die Zukunft des Handels (Dr. Dirk Morschett), Zudem geht die Wirkung des Online-Handels weit über dessen direkte Umsätze hinaus. Kunden informieren sich heute im Internet über Produkte, lesen Kundenbewertungen, vergleichen Preise und Anbieter. Seit wenigen Jahren zeigt sich deutlich, dass es fast kein Unternehmen aus dem Nonfood-Handel (also z.B. Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Bücher und andere Medien, Sportartikel, Computer und Zubehör, Werkzeuge) mehr erlauben kann, nicht online zu verkaufen. Mit dem Aufkommen von Smartphones und Tablet-PCs ist Mobile Commerce in den Blickpunkt gerückt. Zwar wandert ein immer grösserer Anteil des Umsatzes ins Internet, es gibt aber dennoch gute Gründe für eine stationäre Präsenz wie: erhöhtes Kundenvertrauen, Bekanntheitsgrad, Zusammenarbeit mit Lieferanten, usw. Online-Shops als Verkaufskanäle haben auch eklatante Schwächen wie: man bekommt die Ware nicht sofort, man kann sie nicht vorher in die Hand nehmen, es entstehen Kosten für Lieferung und Retouren. Ein Grossteil von Lieferungen wird online bestellt und im Laden abgeholt, wenn dies möglich ist (Zusatzverkäufe). Die Preispolitik wird als zentrale Herausforderung des Multichannel-Marketings gesehen.

  

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